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Die Krankheit Tod
Mit der Theateradaption der gleichnamigen Erzählung von Marguerite Duras mit Donata Grodon und Benno Boudgoust eröffnet das Theater der Gezeiten die Spielzeit 2006/07.
Ein Mann schließt mit einer Frau ein Abkommmen. Für mehrere Tage und Nächte soll sie ihm gegen Bezahlung Intimität ermöglichen. Er will sie kennenlernen, Nähe versuchen, vielleicht auch versuchen zu lieben.
Aber Marguerite Duras läßt diese Begegnung nicht als reale Situation entstehen. Sie erzählt die Geschichte als Traum, als Vision, bisweilen auch als düstere Halluzination, und zugleich als scharfsinnige Analyse.
Ein Gleichnis, in dem die Fiktion dieser Begegnung auch für ihre Flüchtigkeit, für ihre Möglichkeit, aber auch die Unfähigkeit des Mannes steht, in diese Möglichkeit einzutreten. Weshalb ihm die Geschichte dieser Liebe erzählt wird, damit er sie, indem er sie zerstört, doch immerhin erfahren haben wird.
Die Krankheit Tod, die er in sich trägt, ist die männliche Perspektive, die alles Leben, jede Handlung vom Ende her definiert. Sie verhindert Gegenwart, verhindert Werden und Vergehen. Sie verhindert Zufall, Leidenschaft und Staunen.
Benno Boudgoust ( der auch den Mann spielt ) und die Schauspielerin Donata Grodon stellen Marguerite Duras´ Text in vibrierende Bilder zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen krassem Beziehungsalltag und Märchenwelt.
Mit:
Donata Grodon, Benno Boudgoust
Inszenierung und Bühnenbild:
Benno Boudgoust
"La Maladie de la mort" wäre das, was in Erinnerung bliebe, wenn Sie ein Buch - das es nicht gibt - mit eben diesem Titel gelesen hätten, ein sehr altes Buch, das die Geschichte ausführlich erzählt hätte.
Die Spur, das dieses Buch in Ihnen allein und für immer zurückließe, wäre dieser Text.
Marguerite Duras in Libération
Foto in Printqualität zum Herunterladen .
Flyer Die Krankheit Tod , PDF-Format, 3,4mb
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