Hauptinhalt
Jack und Jill
Bittersüße Komödie um den ganz normalen Beziehungswahnsinn.
Von Jane MartinRegie: Matthias Kuhlemann
Eine Liebe mit zwei Geschichten
Jack trifft Jill in einer Buchhandlung; er verliebt sich sofort in sie. Die beiden ziehen zusammen und heiraten bald. Das klingt nach einer schönen und einfachen Liebesgeschichte, die aber schnell kompliziert wird. Was passiert nach der Hochzeit? Was passiert, wenn man sein Leben mit einer anderen Person teilen muss? Jeder kennt diese Fragen, die beiden wagen den Versuch und suchen nach Antworten. Jack und Jill ist eine Art Liebeslabor, in dem das Paar alle möglichen Emotionen durchlebt: Liebe, Zuneigung und Freude bis hin zu Wut, Missachtung und Angst. Ob sie ihre Beziehung meistern und tatsächlich Antworten zum großen Mysterium Liebe finden?
Begleitende Texte:
Du bist mein Mond - Friedrich Rückert
Du bist mein Mond, und ich bin deine Erde;
Du sagst, du drehtest dich um mich.
Ich weiß es nicht, ich weiß nur, daß ich werde
In meinen Nächten hell durch dich [...]
Du meine Seele, du mein Herz,
Du meine Wonn’, o du mein Schmerz,
Du meine Welt, in der ich lebe,
Mein Himmel du, darein ich schwebe,
O du mein Grab, in das hinab
Ich ewig meinen Kummer gab!
Du bist die Ruh, du bist der Frieden,
Du bist der Himmel mir beschieden.
Daß du mich liebst, macht mich mir wert,
Dein Blick hat mich vor mir verklärt,
Du hebst mich liebend über mich.
Mein guter Geist, mein bessres Ich!
Das ganz normale Chaos der Liebe
Ulrich Beck und Elisabeth Beck-Gernsheim
Der ganz alltägliche Krieg der Geschlechter, laut und leise, innerhalb, vor, nach, neben der Ehe ist vielleicht der eindringlichste Maßstab für den Hunger nach Liebe, mit dem die Menschen heute übereinander herfallen: paradise now! ist die Devise der Irdischen, deren Himmel und Hölle entweder nirgendwo oder auf Erden liegen. Dies klingt selbst noch in der Wut der Enttäuschten nach und in der Angst, die Freiheit will, vielleicht sogar die Mitfreiheit herbeisehnt, aber doch weiß, wieder und wieder erfährt, dass Freiheit nicht Liebe heißt, sondern Gefährdung, Zerstörung der Liebe.
Die Menschen heiraten um der Liebe willen und lassen sich um der Liebe willen scheiden. Die Partnerschaft wird austauschbar praktiziert, nicht um die Last der Liebe endlich abzustreifen, sondern weil das Gesetz der erfüllten Liebe dies verlangt. Der späte Turmbau zu Babel, aus Scheidungsurteilen errichtet, ist ein Denkmal der enttäuschten, überhöhten Liebe. Sogar der Zynismus kann oft genug kaum verheimlichen, dass er die verbitterte Spätform der Liebe ist: Die Zugbrücken der Wünsche sind hochgezogen, weil dies als einziger, bester Schutz erscheint gegen ansonsten unerträgliche Verletzungen.
(S. 20-21)
Lüg Mich An - Madsen
Du bist immer für mich da
Jede Nacht und jeden Tag
Du bist alles was ich hab
Und ich glaube dir alles was du sagst
Gib mir Liebe gib mir Hass
Gib mir Sehnsucht gib mir Kraft
Verfolg mich, betäub mich
Gib mir alles was du hast
Bitte lüg mich an
Bitte lüg mich an
Los komm her
Erzähl mir mehr
Gib mir alles was du hast
Bitte lüg mich an
Komm und lüg mich an
Gib mir ein Wort
Gib mir eine Form in der ich leben kann
Los lüg mich an
Ich muss dir niemals in die Augen sehn
Doch ich kann dich immer gut verstehn
Du gibst mir eine Welt voller Glanz
Die ich sehen aber nicht berühren kann
Was ich will weißt du genau
Du gibst mir alles was ich brauch
Wenn ich satt bin schalte ich dich einfach aus
Ein kurzes Hörbeispiel zu dieser Produktion:
Jack und Jill , 1 Min., MP3-Format
Jack und Jill , 1 Min., Ogg-Vorbis-Format
Optionen zu diesem Artikel: