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Faust - Zwei sehr ernste Scherze
von Johann Wolfgang von Goethe mit dem artENSEMBLE THEATER
In seinem opus magnum "Faust" zeichnet Goethe eine Moderne vor, die uns alle erreicht hat und außer Atem hält: in einer elliptischen Lebensbahn, mit Gretchen und Helena als Brennpunkten, lässt Goethe seinen Protagonisten den Raum von drei Jahrtausenden durchschreiten, vom Alchemisten zum "global player". "Faust" wird dabei zum Archetypen des "Veloziferischen", einer unheilvollen Verquickung von velocitas (Geschwindigkeit) und Lucifer. Goethe ist hier ganz Zeitgenosse Büchners, dessen Dantonsches "Was ist das, was in uns hurt, lügt, stiehlt und mordet?" in den Dialogen mit Mephisto immer wieder anklingt. Dass am Ende Erlösung aufleuchet, mag uns Heutigen zum Trost gereichen. – In seiner szenisch minimalistischen Inszenierung kehrt das artENSEMBLE THEATER zu den Wurzeln dieses Stoffes zurück, der schon in Balladen, Legenden, Volksbüchern, Jahrmarkts- und Puppenspielen sein Unwesen trieb, bevor er in Goethes Klassiker veredelt und in einen neuen Blickwinkel getrieben wurde, der uns bis heute beschäftigt.Das artENSEMBLE THEATER ist ein Zusammenschluss junger Musik- und Theaterschaffender. Es ist ab dieser Spielzeit ständiger Kooperationspartner des Theaters der Gezeiten.
Fausts Brille stammt aus den Händen von Lindemann Optik , Bochum, Kortumstraße 109. Vielen Dank!
Besetzung
| Faust | Jürgen Larys |
| Mephistopheles, Gretchen/Helena | Susanne Hocke |
| Puppenbau | Barbara Seithe |
| Kostümassistenz | Susanne Blatt |
| Dramaturgische Beratung | Klaus Engeroff |
| Wissenschaftliche Beratung | Dr. Manfred Osten |
| Musik, Konzeption, Inszenierung | Jürgen Larys |
Pressestimmen
"Jürgen Larys hat im kleinen Theater der Gezeiten einen wunderbaren "Faust" eingerichtet, der ebenso erfrischend sie schulbuchmäßig ist. Zwei Darsteller, eine Leiter als einzige Requisite und ein klug gestrichener Text. Jürgen Larys spielt den Doktor Heinrich Faust, Susanne Hocke sowohl den Mephisto als auch das Gretchen. Viel mehr braucht es nicht, um den meistzitierten Klassiker der deutschen Literatur auf die Bühne zu bringen. Larys zeigt die intensive Getriebenheit des grüblerischen Wissenschaftlers auf artifizielle, doch jederzeit nachvollziehbare Weise. Susanne Hocke ist dagegen ein höchst anmutiges, natürliches Gretchen und doch auch ein verschlagener moderner Mephisto. Faszinierende Schauspielkunst macht diese Wandlung möglich. Ein schauspielerisch höchst aufwändiger Abend.."
(WAZ, Bochum)
"Minimaler Aufwand und maximale Wirkung. Der geschickte Einsatz der Gegenstände und die Spielfreude, mit der vor allem Hocke die Rollen wechselt, schaffen einen roten Faden und fesseln das Publikum. So wechseln die Stimmungen und das Tempo auf der Bühne, die keiner der beiden Akteure während der Aufführung verlässt. Es gelingt ein Theaterabend zwischen großen Gefühlen und rationalem Handeln. Als Gretchen im tragischen Finale die Erlösung sucht und Faust sie nicht befreien kann, bleibt dem Publikum fast das Herz stehen."
(Ruhr-Nachrichten, Bochum)
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