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Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge

nach dem Roman Rainer Maria Rilkes
mit dem Jungen Schauspielhaus Bochum

»So, also hierher kommen die Leute, um zu leben, ich würde eher meinen, es stürbe sich hier.« Malte Laurids Brigge, achtundzwanzig Jahre, kommt in eine neue Stadt. All die neuen Bilder stürzen auf ihn ein und in ihn hinein: Blinde schreien, eine Frau hält ihr Gesicht in den Händen, Elektrische Bahnen rollen durch Malte hindurch. Geräusche setzen nur aus, um wieder zuzuschlagen. Malte liest Dichter, schreibt Verse und lernt sehen. Dazwischen erinnert er sich an die Kindheit: an den Großvater, an die Mutter, an Gespenster in Dänemark. Und an eine Zeit, in der der Kuß zweier, die sich versöhnten, das Zeichen für Mörder war.

Bild zur Produktion Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge

Zehn junge Menschen verkörpern Malte und bringen so Rilkes hin- und mitreißenden Roman auf die Bühne. In Maltes Sprechen greifen andere Texte ein: Jens Peter Jacobsens Roman Niels Lyhne, der Rilke Vorbild für den Malte war; Féderico García Lorcas New-York-Gedichte, in denen Fotografien an ein mörderisches Licht angrenzen; und wissenschaftliche Texte zu Rilkes Roman. Text, Bewegung und Geräusche verbinden sich zu einem poetischen Versuch. Es geht um das Sehen, um den Tod und um die Angst, nicht eins zu sein mit sich selbst.

Der berliner Musiker Matthias Grübel, der sich phon°noir nennt, hat einen knisternden, melodischen Soundtrack geschaffen, der Malte in seinem Sprechen begleitet. Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge ist der erste Teil in Jörg Albrechts Inszenierungsreihe »sehen lernen/sprühen lernen«, folgen soll Gertrude Steins Textoper Doctor Faustus Lights The Lights.



"Die Darsteller geben Malte ein Gesicht, illustrieren den Text, zeigen den Zuschauern einen Weg auf dem Lageplan. Sie springen in den Text, wie die Ping-Pong-Bälle, die sie ins Spiel werfen. Sie sprechen, tanzen, rappen, zeichnen und fühlen die Worte von Rilke." (WAZ Bochum)

"Ungeheure Textmassen schleuderte das Ensemble über die Bühne aus Videoleinwand, Stadtplänen und Strichzeichnungen. Respekt dafür! Ihr Auftritt war perfekt choreographiert […]« (Ruhr Nachrichten Bochum)



Es sprechen, tanzen & zeichnen auf_Christopher Bauer, Daniel Böhm, Kirstin Cramer, Christoph Dörn, Maximilian Gladisch, Nadine Hefler, Diana Huth, Maximilian Krumm, Jens Mühlenbrock & Janine Siepmann

Textversion & Regie: Jörg Albrecht

Musik: Matthias Grübel [phon°noir]

(Auf-)Zeichnungen: Christoph Koester

Videoschnitt: Jens Kretschmann


Pressebild zum Download (300dpi-JEPG-Datei)

Vorschaubild Pressefoto Malte Laurids Brigge


 

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