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Kopf ohne Körper
Sein, oder Wahnsinn...? Das ist hier die Frage!
In Christian Peitzmeiers Kollage "Kopf ohne Körper" wagt der junge Regisseur mithilfe eigener Texte einen Spagat zwischen Texten verschiedener Autoren:
"Der Weg ist das Ziel", umschrieb Christian Peitzmeier im Sinne Konfuzius seine ungewöhnliche Herangehensweise an die theatrale Darstellung eines ebenso ungewöhnlichen Stoffes, dem Wahnsinn.
Kristina Brandin, Sebastian Geominy, Philip J. Hörter, Thea Hummel, Jana Landau und Natascha Manthe sind Eternity, Animal, Guru, Mortality, Die Ärztin und Fate. Sie leben in ihrer eigenen Welt, jeder für sich, und doch zusammen. Sie teilen das gleiche Schicksal, und doch ist jedes ihrer Schicksale anders. Sie leben einen Wahnsinn, aus dem kein Entrinnen scheint und dem sie durch ihr Handeln und die monologische Struktur des Stückes in fassbare Worte zu pressen versuchen.
Vier Stühle, ein Tisch, ein Rollstuhl und ein Fernseher. Das minimalistische Bühnenbild kennzeichnet die Auswegs- und Trostlosigkeit der Figuren und lenkt die Aufmerksamkeit des Zuschauers ganz auf die Monologe und die Bühnenhandlung.
Niemand scheint miteinander zu reden. Nur übereinander wird gesprochen und gerade dadurch wird der Wahnsinn in seiner Metaphysik, in seiner heilig-tragischen, in seiner komisch-poetischen Form dargestellt.
"Es ist eine sehr offene Inszenierung. Dieses offene Gefühl sollen auch die Zuschauer bekommen" wünscht Christian Peitzmeier sich für sein Publikum und lässt damit jeden in seine eigene Welt versinken, der sich fragt, warum das Klingen einer Fahrradklingel, angebracht am Rollstuhl Animals das letzte ist, was man als Ausdruck dieser Verrückten Welt mit nach Hause nimmt.
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