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Die Nacht der Puppen

Die Preisgekrönte Inszenierung des Stücks von Fernando Arrabal

Kritikerumfrage NRW 2007 Schauspiel: Bester Nachwuchsschauspieler Patrick Dollas | Beste Nachwuchsschauspielerin Claudia Dalchow | "Ein wahres Kunstwerk an Schockmomenten." Westdeutsche Zeitung | "Skurriles, Surreales, ein Hauch Stummfilm-Pathos und punktgenau zugespitzte Emotionalität." Neue Rhein Zeitung NRZ | "Faszination pur... Das hätte selbst Hitchcock gefallen."
theater pur | "Ein intensiv inszeniertes Drama mit hervorragenden Schauspielern. Von den Kritikern gefeiert, von Zuschauern bejubelt..." Westdeutsche Allgemeine Zeitung | "Unbedingt sehenswert... einfach umwerfend." Rheinische Post

Produktion Nacht der Puppen 1

Zum Stück

Cavanosa, unsichtbar verkrüppelt, trifft Sil, eine junge, neugierige Frau, im Park. Die beiden kommen ins Gespräch, in dessen Verlauf der auch äußerlich wie eine Karikatur Casanovas wirkende Mann ihr eröffnet, seine Mutter ermordet zu haben. Sil, zunächst erschrocken und ungläubig, lässt sich dennoch in ihrem eigenen Hunger nach Liebe und Zuwendung neugierig auf ihn ein. Ein Wechselspiel aus Realität und Wahn, Lüge und Wahrheit, Liebe und Erniedrigung, Hörigkeit und Freiheitsdrang und einem Kampf der Geschlechter eröffnet sich bei dem sich entwickelnden Diskurs und läuft in seiner Zuspitzung auf die Entscheidung "Leben oder Tod" hinaus.

Produktion Nacht der Puppen 2

So begegnet Sil ihrer gegenwärtigen Liebe, einem arroganten, konventionstreuen Schnösel ohne echtes Gefühl, dem sie nur zu folgen bereit ist, wenn Cavanosa sie dazu drängt. Mal zeigt sie sich stark und wissend gegenüber ihrer Zufallsbekanntschaft, mal freiwillig erniedrigend. Mal ist sie die Liebende, mal die Verachtende. Und Cavanosa spielt damit. Er fühlt sich bestätigt; zugleich verwirrt und berührt. Immer wieder entdeckt er sich gefangen in der eigenen Biografie und dem ewig gleichen Verhaltensmuster. Doch Sil stimmt schließlich zu, ihm dabei zu helfen, die Leiche der Mutter zu beseitigen – dem äußeren und inneren Gefängnis also endlich zu entgehen.

Produktion Nacht der Puppen 3

Als die Mutter schließlich erscheint, wird Cavanosas Trauma und die Ausweglosigkeit der Situation deutlich. Verhaftet im Familiären, von diktatorischer Gewalt und Konvention geprägt, sucht er verzweifelt nach Auswegen aus dem immerwährenden Kreislauf und doch bleiben die Mutter und deren unterdrückendes Weltbild ständig gegenwärtig. Die Liebe, so scheint es, paart sich immer mit Schuld, Gewalt und Tod. Und so tötet er die neugefundene Gefährtin, wie auch seine Vorgänge-rinnen. Der seelisch Verkrüppelte findet keine Ruhe, bleibt lebenslang verhaftet mit seiner Kinds-erfahrung und reißt seinen Puppen, seinen Frauen den Kopf ab. Nicht Liebe lernt er, sondern dass Liebe und Gewalt mit all ihren Facetten ein und dasselbe sind. Liebe ist Tod, das Festhalten des Augenblicks. So hat es ihm die Mutter beigebracht, so handelt sie und fesselt ihn in aller Konsequenz an sich. Und so geht er im Umkehrschluss mit Frauen um. Er gibt die Qual, die ihm widerfährt, an seine unschuldigen Opfer weiter. Was dann vermeintlich als Happy End daherkommt, ist Lys – die Umkehrung von Sil – und das Ebenbild seiner Mutter. Sie lebt mit ihm die Gewalt, sie ist auch sein Spiegelbild und Sinnbild für die endgültige Kapitulation. Marie van Bilk

Produktion Nacht der Puppen 4

Regie:
Lars Krückeberg
Darsteller:
Patrick Dollas
Marina Mosejtschenko
Claudia Dalchow
Thomas Wissmann

Weitere Informationen und Pressebilder direkt bei der Produktions-Webseite .

 

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