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Ich bin Blut

(Je Suis Sang)

Plakat Ich bin Blut "Im Text von Ich bin Blut entwickeln sich die freien Verse wie
Mantras: ein Gedanke wird begonnen, wiederholt und langsam
erweitert. Verschiedene Stimmen zeichnen ein bestimmtes Bild vom Menschen in der Vergangenheit (dem Mittelalter, zum Beispiel), der Gegenwart und der Zukunft. Sie schaffen ein Zeitkontinuum.

Sie beschreiben die Last des Körpers, der Obsessionen, Fixierungen, Leiden und Krankheiten ausgesetzt ist. Der Körper, der die Quelle von Trieben und gesellschaftlichen Tabus ist, die in direktem Zusammenhang mit Blut stehen: Wunden, Menstruation, Stigmata und 'Blutvergießen'. In dieser Hinsicht hat sich seit dem Mittelalter nichts verändert. Der Mensch ist süchtig nach Blut in jedem Sinne des Wortes. Die Spiegelwirkung der Metapher Mensch-Tier-Vampir (Blutsauger) ist typisch dafür. Die Stimmen geben dem Wunsch Ausdruck, nichts als Blut zu werden. Blut hat sein eigenes System, sich stets selbst zu reinigen. Dem Körper, Fleisch und Knochen, wird systematisch und beschwörend entsagt, um sich in etwas anderes aufzulösen, in eine andere Form, die nicht von Leiden und Tabus beschwert ist, etwas Fließendes, das die Materie durchdringt: ein Körper der Zukunft, der nur aus Blut besteht."
(Hendrik Tratsaert, www.theatertexte.de )

Zum Autor:

Jan Fabre wurde 1958 in Antwerpen geboren.

Er ist Bildhauer und Zeichner auf internationalen Bühnen von der documenta 8 bis zur Venedig Biennale, wie auch Autor, Choreograph, Kostümbildner und Maler.

Jan Fabre hat die Theater- und Tanzszene in den vergangenen
zwanzig Jahren wie kein anderer geprägt und gilt als die flämische Antwort auf Robert Wilson.

Manchmal malt Fabre übrigens nicht nur mit seinem eigenen Urin und Sperma, sondern auch mit seinem eigenen Blut.

Ihm geht es um die Unmittelbarkeit.

Mit:

Raymond Dudzinski
Simon Karsten

Regie, Bühne und Textfassung

Thorsten Sperzel

Mehr unter www.t-ater.de

 

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